Zur Geschichte des Hauses Witthüs
Plattdeutsch: Weißes Haus

Das Witthüs blickt auf eine lange Vergangenheit zurück.
Im Jahre 1786 erwarb der Hamburger Reeder und Kaufmann Johann Cesar IV Godeffroy ein ausgedehntes Gelände mit herrlichem Baumbestand und einer Lindenallee in Blankenese.
Einige Jahre später beauftragte er den dänischen Architekten Christian Frederik Hanesn mit dem Bau eines Landhauses. Eindrucksvolles Element dieser prächtigen klassizistischen Villa ist ihre zur Elbchaussee ausgerichtete Eingangsfront mit zwei Sandsteinsäulen und Freitreppe. In diesem Gebäude befindet sich heute die Lola-Rogge-Ballettschule.
Mitte des 19. Jahrhunderts legte J.C. VI Godeffroy im englischen Garten seines Großvaters ein Hirschgehege an. Nachdem die Gemeinde Blankenese den Besitz übernommen hatte, ist der Hirschpark seit 1927 der Öffentlichkeit zugängig.

heute Lola Rogge Ballettschule
Um 1800 wurde unser reetgedecktes Haus, das heute unter Denkmalschutz steht, als „Kavaliershaus“ zum Godeffroyschen Herrenhaus gebaut. Hier wurde das Hamburger Witthüs vor fast 40 Jahren als Pendent zum Witthüs in Wenningstedt auf Sylt gegründet.
Bis zu seinem Tode 1959 lebte der berühmte Dichter, Komponist und Orgelbauer Hans Henny Jahnn in diesem
Hause. Die Büste an unserer Terrasse zum Park und ein Findling am Eingangsweg Mühlenberg erinnern noch an
ihn.
Über dem Portal der gegenüberliegenden Villa ließ der Bauherr folgende Inschrift anbringen:
DER RUHE WEISEM GENUSS
Seit jeher bemühen wir uns im Witthüs, dieser Philosophie in unseren Räumen Geltung zu verschaffen.
